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Zwischenbericht
Informationen zu den abgeschlossenen Arbeitsgruppen

Stand März 2002

AG Außenrum

Oktober 1999 bis August 2001

Der Name der Arbeitsgruppe bezieht sich auf die Flächen der Gemeinde Riedstadt, die außerhalb der Siedlungsbereiche liegen.

Die Teilnehmer kammen vorwiegend aus dem Bereich Naturschutz, Landwirtschaft und Angelsport. Diese Interessen spiegelten sich auch in den Schwerpunktthemen der Gruppe wieder:

  • Stellungnahme zum Entwurf des Landschaftsplanes
  • Erarbeitung einer Position zum Hochwasserschutz
  • Schutz und Bewirtschaftung von Gewässern

Eines der von der Gruppe vorgeschlagenen Projekte, die Schaffung von Grabenerweiterungen (sogenannte "Grabentaschen") in Erfelden zur Verbesserung der Entwicklungsbedingungen für Fische und andere wasserlebende Tiere, ist bereits in Angriff genommen worden. Sobald die Genehmigung der Fachbehörden vorliegt, kann mit den praktischen Arbeiten dazu begonnen werden.

Zur Lokalen Agenda 21 hat die Gruppe Ziele für Natur und Landschaft und den Umgang mit Wasser und Ressourcen beigetragen.

AG Naturschutz

September 1997 - März 1999

Als eine von mehreren Gruppen hatte sich bereits bei der Auftaktveranstaltung im September 1997 auch die Arbeitsgruppe Naturschutz gegründet. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit Fragen des Landschaftsbildes, sowie die Identifikation von Schwachstellen und Entwicklungspotentialen in der Riedstädter Gemarkung. Die Ergebnisse dazu sind mit in die Riedstädter Agenda eingegangen.

Ganz praktisch haben Mitglieder der Arbeitsgruppe die Pflanzung einer Baumreihe in Leeheim übernommen.

Die Gruppe hatte durch den Wegzug einiger Teilnehmer Anfang 1999 nur noch eine sehr geringe Größe und konnte deshalb nicht weiter arbeiten und stellte die Arbeit ein.

AG KomBiNah

September 1997 bis Oktober 2000

Die Abkürzung KomBiNah im Namen der Arbeitsgruppe steht für Kommunikation, Bildung und Naherholung.

Die grundsätzliche Idee von KomBiNah war, sich intensiv mit der Bekanntmachung des Agenda-Prozesses, mit den Schwerpunkten der Kommunikation und mit der Identifikation von Riedstädtern mit ihrem Lebensumfeld zu beschäftigen.

Die Arbeitsgruppe hat Vorschläge für Maßnahmen zur Vernetzung und Bündelung von Aktivitäten der Bürgern und der Gemeinde gemacht.: So könnte z.B. ein "Rio-Haus" als "Dach" für die Agenda dienen, einen Pool von Personen für Wissensvermittlung lokaler Besonderheiten gebildet werden und vieles mehr. Die Ziele der AG "KomBiNah" sind unter den Themenbereichen Siedlungsentwicklung, Bildung und Soziales Miteinander zu finden.

Als besonderer Arbeitsschwerpunkt hatte sich die Veranstaltung "Lokal 21" entwickelt. Im Projekt Lokal 21 werden Orte in der Nachbarschaft, z.B. der eigene Innenhof als Ort der Begegnung und des Gesprächs genutzt. Es gibt Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis und Gelegenheit zum Gedanken- und Informationsaustausch. Die verschiedenen "Lokale" waren rege besucht.

"KomBiNah" ist auch der Bau des Lehmofens zum Brotbacken zu verdanken, der nun auf dem Gelände der VHS in Erfelden allen Interessierten zur Verfügung steht.

AG Siedlungsentwicklung und Verkehr

September 1997 bis Mai 2001

Die AG Siedlungsentwicklung und Verkehr hat im Laufe ihrer Arbeit ein sehr vielschichtiges Themengebiet behandelt, das häufig auch Bezug zu aktuellen Planungen der Gemeinde Riedstadt hatte.

Ausgangspunkt war die Entwicklung von Zielvorstellungen für die Siedlungsentwicklung in Riedstadt. Diese Ziele wurden ebenso wie die später ergänzten Ziele zum Thema Verkehr in die Lokale Agenda 21 eingearbeitet.

Über einen längeren Zeitraum hat die Gruppe bei der Diskussion und Erarbeitung eines Bebauungsplanes für die Ortsmitte Goddelau mitgewirkt. Die Aufforderung der Agenda 21 zur Beteiligung von Bürger/innen und Bürgern an Entscheidungsprozessen innerhalb der Gemeinde wurde hier besonders intensiv thematisiert. Durch die hin und wieder auch konfliktreiche Diskussion hat sich der hohe Stellenwert der im Vorfeld gemeinsam vereinbartenr "Spielregeln" und transparenter Entscheidungswege bestätigt.

Das Aufzeigen von Schwachstellen in der lokalen Verkehrssituation und die Mitwirkung am Verkehrskonzept für die Gemeinde Riedstadt waren ein weiterere thematischer Schwerpunkte in dieser Arbeitsgruppe. Zur Situation der Bestandsanalyse der Radwege wurden mit der AG KomBiNah gemeinsame Radtouren veranstaltet.

AG Entwicklungsperspektiven für die Landwirtschaft

November 1999 bis August 2001

Anlaß für die Gründung einer Arbeitsgruppe Landwirtschaft war die Untersuchung der Universität Gießen zur Struktur und wirtschaftlichen Situation der landwirtschaftlichen Betriebe in Riedstadt.

So standen Fragen der Vermarktung und der Kommunikation mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Vordergrund der Teilnehmer. Zweimal wurde bisher ein "grüner Pfad" eingerichtet, der Auskunft über die wichtigsten Feldfrüchte und ihre Anbaubedingungen gibt. Örtliche Schulklassen und Kindergartenkinder konnten gemeinsam mit den Landwirten die verschiedenen Stationen besuchen und sich informieren.

Eine Teilgruppe versucht mit Unterstützung der Gemeinde eine Tankmöglichkeit für Biodiesel oder Rapsöl als nachwachsendem Energieträger in Riedstadt einzurichten.

Gastronomiebetriebe wurden nach Abnahmewünschen hinsichtlich regionaler Produkte befragt. Allerdings war hier sehr schnell klar, dass zur Belieferung ein größerer Kreis von Anbietern und vor allem auch eine funktionierende Organisation benötigt wird.

Die Arbeitsgruppe hat zum neuen Landschaftsplan der Gemeinde Stellung genommen und wird in Zusammenarbeit mit der AG Außenrum in bestimmten Abschnitten Maßnahmen zur Heckenpflege ausführen und deren Erfolg auswerten.

Zielsetzungen zur den Themen Landwirtschaft, Wirtschaft und Bodennutzung sind in die Lokale Agenda aufgenommen worden.

Fokusgruppen Zukunftsbilder und Handlungsempfehlungen

1997 und 1999

Im Rahmen eines Projektes der Forschungsgruppe Umwelt- und Stadtsoziologie der TU Darmstadt (Prof. Jaeger) wurden in Riedstadt sechs sogenannte "Fokusgruppen" durchgeführt.

Für zwei Gruppen dieser Veranstaltungen wurden die insgesamt 13 Teilnehmer/innen und Teilnehmer nach einer Zufallsmethode ermittelt. Ihre Aufgabe war es, anhand von eigenen Ideen und vorhandenem Material, Zukunftsbilder über die zu erwartenden künftigen Umweltentwicklungen zu erarbeiten und sich mit Maßnahmenvorschlägen zu beschäftigen.

Im Rahmen eines Projektes der Forschungsgruppe Umwelt- und Stadtsoziologie der TU Darmstadt (Prof. Jaeger) wurden in Riedstadt sechs sogenannte "Fokusgruppen" durchgeführt.Vier weitere "Fokusgruppen" wurden mit Jugendlichen, Sozialhilfe- empfängern und Senioren durchgeführt. Auch in diesen Gruppen entwickelten die Teilnehmer/innen und Teilnehmer Zukunftsbilder und diskutierten Handlungsmöglichkeiten.

Dabei wurde zum Beispiel ein drastisch reduzierter Energieverbrauch durchweg mit positiven Zukunftsbildern zusammengebracht, während die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung zwiespältige Gefühle hervorriefen. Die Möglichkeiten zu des eigenen Handelns wurde von den Teilnehmenden sehr unterschiedlich eingeschätzt. Der Grundkonflikt in allen Gruppen und bei allen "Fokusgruppen"-Veranstaltungen war die Frage, wer denn für das Handeln verantwortlich sei, das Individuum oder der Staat?

Ergebnisse aus den Fokusgruppen finden sich in den Zielsetzungen zum Verkehr und zum Klimaschutz in der Lokalen Agenda 21 wieder.

Sonderausschuß Wirtschaftliche Entwicklung

November 1998 bis August 2000

Die Gemeindevertretung hat in der letzten Legislaturperiode einen befristeten Sonderausschuß ins Leben gerufen, der Zukunftsperspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung Riedstadts beleuchten und Maßnahmenempfehlungen erarbeiten sollte. Sehr schnell wurde eine nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Umweltschutz und soziales Miteinander als wichtigstes Ziel festgelegt.

Eine Liste mit Maßnahmenempfehlungen ist entstanden und wurde mit 22 Riedstädter Interessensgruppen, u.a. auch mit Agenda-Arbeitsgruppen, abgestimmt.

Die Gemeindevertretung hat die daraus entwickelten Maßnahmen verabschiedet und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragt.

Die Zielsetzungen des Sonderausschusses Wirtschaftliche Entwicklung wurde in verschiedenen Agenda-Workshops eingebracht und diskutiert. Sie finden sich in der Lokalen Agenda vor allem unter in den Themenbereichen "Wirtschaft" und "Soziales" wieder.

Ansprechpartner

Hans-Jürgen Unger und Barbara Stowasser

Agenda-Büro der Gemeinde Riedstadt (Umweltamt)

Rathausplatz 1, 64560 Riedstadt

Telefon: 06158 / 181 701 und 181 702
Telefax: 06158 / 181 87 01
E-Mail: umweltamt@riedstadt.de und b.stowasser@riedstadt.de