AG "Kommunikation, Bildung und Naherholung (KomBiNah)"
Zwangloser Treffpunkt im "Lokal 21"
Agenda-Arbeitsgruppe öffnet Goddelauer Hof für Gäste
Häufig wird innerhalb unserer Gemeinde darüber geklagt, daß Riedstadt keinen zwanglosen Treffpunkt vorweisen kann, wo sich Bürger ohne "Programmdarbietung" oder "Verkehrszwang" treffen, sich kennenlernen und austauschen können. Die Agenda-Arbeitsgruppe "Bildung, Kommunikation, Naherholung" möchte daher von der theoretischen Diskussion über Riedstadts zukünftige Entwicklung recht zügig zur "praktischen Erprobung" kommen und veranstaltet auf Eigeninitiative ein solches zwangloses Treffen.
Am Samstag, dem 29. August 1998 ab 11.00 Uhr haben alle interessierten Mitbürger die Möglichkeit, sich zu einem Imbiß oder einer Kaffeepause im Innenhof des Hauses in der Goddelauer Bahnhofstraße 13 einzufinden. Ein Mitglied der Arbeitsgruppe öffnet den zentral gelegenen Hof, um auf diese Weise zu erproben, ob ein solcher Treff eine Chance bei der Bevölkerung hätte.
Bürgerinnen und Bürger aus Riedstadt arbeiten derzeit in einigen Arbeitsgruppen an einer "lokalen Agenda 21". Unter Moderation von Mitarbeitern der Technischen Universität Darmstadt und mit Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger soll ein Plan zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinde entstehen. Bei dem Entwicklungskonzept sind neben den ökologischen, auch die wirtschaftlichen und sozialen Bereiche zu berücksichtigen. Die bisher erarbeiteten Themen wurden bereits in einer Zwischenpräsentation Ende Mai der Öffentlichkeit und insbesondere den Vertretern der Kommunalpolitik vorgestellt.
Die Agenda-Arbeitsgruppe "Bildung, Kommunikation, Naherholung" Beschäftigte sich bisher mit einigen Teilaspekten des sozialen Miteinanders innerhalb der Gemeinde. Die Gruppe geht dabei der Frage nach, was die Lebensqualität der Gemeinde ausmacht, welche Möglichkeiten bestehen, Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern - auch außerhalb des traditionellen Vereinslebens aufzubauen und zu verbessern.
Die Öffnung des Hofes für eine improvisiertes Café und Restaurant soll jetzt in der Praxis zeigen, ob und wie die Idee eines zwanglosen Treffpunktes bei der Bevölkerung ankommt.
Eingeladen sind ausdrücklich alle, die ein solches Angebot wahrnehmen wollen - egal ob Hausfrauen bei ihrem Samstagseinkauf auf einen Kaffee vorbeischauen oder andere sich gezielt über die Arbeit in den Agenda-Gruppen informieren wollen. Das "Lokal 21", wie der Treffpunkt genannt wird, steht ab 11.00 Uhr bis abends durchgehend für seine Gäste offen. Auf ein "Programm" wird bewußt verzichtet - dennoch werden natürlich den ganzen Tag über Speisen und Getränke bereit gehalten. Auch hier versuchen die Organisatoren neue Wege zu gehen: Jeder soll nur so viel für die Mahlzeiten Zahlen, wie er imstande ist bzw. wieviel es ihm wert erscheint.
Natürlich steht der Treffpunkt auch für Aktionen seiner Gäste offen - wer etwas kulturelles, Kulinarisches, Spielerisches vorführen oder beitragen will, ist ebenso herzlich willkommen, wie diejenigen, die nur mal eben so und aus "reiner Neugierde" zum "Schnuppern" vorbeischauen.
Um außerhalb der offiziellen Termine auch den anderen Agenda-Gruppen die Möglichkeit zum informellen Austausch ihrer Arbeitsergebnisse zu schaffen, sind deren Mitglieder besonders herzlich eingeladen.
Die Veranstalter des "Lokals 21" sind gespannt, ob und wieviele Bürger vorbeikommen werden. Falls das "Lokal" erfolgreich sein wird, können sich die Veranstalter auch weitere "Öffnungszeiten" oder regelmäßige Fortsetzungstermine vorstellen.
