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"Planung kontraproduktiv"

Gewerbegebiet: Riedstädter FDP stimmt Wolfskehler Großmarktkonzept nicht zu

RIEDSTADT. Die FDP Riedstadt wird dem Wolfskehler Großmarktkonzept, wie es der Gemeindevorstand für die kommende Parlamentssitzung zur Entscheidung vorschlägt, nicht zustimmen, informiert Werner Höfler für den Ortsverband.

Neben der auch von anderen Kritikern befürchteten Verödung der Ortskerne als Folge des geplanten Großmarktangebots (wir berichteten), kritisiert die FDP die einseitige Prognose von Investor und Wolfskehler SPD zur Arbeitsplatzvermehrung. Sie bemängelt, es gebe vom Gemeindevorstand noch keine Aussage dazu, wie viele Arbeitsplätze als Folge beim Einzelhandel in den Ortskernen wegfallen würden. Wenn einerseits mit der beschlossenen Agenda und bei der Crumstädter Dorferneuerung angestrebt werde, "mehr Einzelhandel und Dienstleistungen im Ortskern anzusiedeln", sei die jetzige Planung kontraproduktiv.

Diese Entwicklung widerspräche auch grundsätzlichen Aussagen des Raumordnungsplans, schreibt Höfler und zitiert: "Bei der geplanten Errichtung und Erweiterung großflächiger Einzelhandelsvorhaben außerhalb der Ortskerne sind innerstadtrelevante Sortimente auszuschließen. Großflächige Einzelhandelsvorhaben dürfen nach Art, Lage und Größe die Funktionsfähigkeit von zentralen Orten und ihrer bereits integrierten Geschäftszentren nicht beeinträchtigen."

Die FDP betont jedoch, dass sie "ein neues Gewerbegebiet in Wolfskehlen generell befürwortet - auch in der angestrebten Größenordnung; jedoch nicht das vorgelegte Konzept".

In Wolfskehlen solle das erstbeste Angebot realisiert werden, vermutet die FDP. Sie schlägt deshalb vor, das Konzept für die Belegung des Gewerbegebietes in einer Kommission "konsensträchtig" zu erarbeiten.

Darmstädter Echo, 11.06.2002