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Idee: Wettbewerb für Wolfskehlen

Koordinationskreis: Riedstädter Gruppen beraten zukunftsweisende Agenda-Projekte

RIEDSTADT. Etwa 70 Riedstädter Vereine und sozial engagierte Gruppen - Gruppierungen, die im weitesten Sinne entsprechend der beschlossenen Riedstädter Agenda tätig sind - hatte das Agenda-Büro zur jüngsten Sitzung des Koordinationskreises eingeladen; im Koordinationskreis wollen Parlamentarier, Parteien und Bürger die Agendaaktivitäten abstimmen. "Neue Ideen und eine bessere Vernetzung" von bisher punktuellem Handeln erhofft sich das Agendabüro von der Erweiterung des Koordinationskreises, sagte Hans-Jürgen Unger. Zusätzlich kamen Vertreter des Goddelauer Gewerbes, der Martin-Niemöller-Schule und der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Ried.

Horst Kränzle (Projekt: Öffentlich noch mobiler) informierte über den bevorstehenden Versuch, mit einem Verbindungsbus jugendlichen Nachtschwärmern zu ermöglichen, noch nach Mitternacht von Darmstadt nach Riedstadt zu kommen. Der erste von acht Testbussen im September soll in der Nacht vom 6. zum 7. September ab Griesheim eingesetzt werden.

Das Bewusstsein für die wilden Tiere in den Hausgärten zu schärfen, hat sich eine entsprechende Projektgruppe zum Ziel gesetzt. Den Lebensraum von Fledermäusen oder Wildbienen zu erhalten sei das Ziel, sagte Barbara Stowasser. Sie berichtete auch über den "Tauschring". Rund 150 Angebote und Gesuche stünden im entsprechenden "Marktblatt". Die Gruppe will mit der Bürgerinitiative "1000 helfende Hände" demnächst Kontakt aufnehmen.

Die Gruppe "Willkommen in Riedstadt" arbeitet an einem Fragebogen. Mit ihm sollen Riedstädter, die in den vergangenen fünf Jahren zugezogen sind, befragt werden. So will die Gruppe wissen, was sich die Zugezogenen seinerzeit an Information von und über Riedstadt gewünscht hätten - und was sie bekommen haben.

Vom Energietisch berichtete Hans-Jürgen Unger, dass auf Anregung dieser Gruppe die Riedstädter Verwaltung bemüht sei, gemeinsam mit den Kommunen Griesheim und Büttelborn einen "Energieberatungsverein" zu gründen. Der Energietisch strebt darüber hinaus den Aufbau eines "Energieberatungsnetzwerks" an. Dabei würden Handwerker, Architekten, Geldinstitute, der Beratungsverein und Bauwilligen kooperieren - mit dem Ziel, energiesparende Gebäude zu errichten.

Ein weiteres Zukunftsprojekt bezieht sich auf Wolfskehlens Gewerbegebiet. Statt der derzeit einseitigen Orientierung auf Supermärkte soll ein Ideenwettbewerb für das 20 Hektar große Gebiet angestoßen werden; wünschenswert dabei wäre, dass sich die Städteplanung der TU Darmstadt mit einbindet.

Hans-Jürgen Essinger, Leiter der Martin-Niemöller-Schule, regte an, dass die Agenda beim nächsten Schulfest präsent sein solle: Denn frühzeitige Information könne verändertes (positives) Handeln bei den Jugendlichen fördern. Unter dem Agendaziel einer besseren Lebensqualität regte die Ärztliche Qualitätsgemeinschaft eine stärkere Kooperation ihrerseits mit den Sportvereinen an.

Die Diskussion über die Ziele geht weiter beim Koordinationskreis-Treffen am 12. November um 19 Uhr im Rathaus Crumstadt. Informationen zur Riedstädter Agendaarbeit gibt das Agendabüro unter Telefon 06158/ 1886711.

Darmstädter Echo, 16.08.2002