Willkommene Förderung
Naturerlebnispfad: Riedstädter Projekt wird mit einem Preis des Landes Hessen bedacht
Die Geografin Barbara Lautenbach hat, betreut von der TU Darmstadt, ihre Diplomarbeit über einen künftigen Naturerlebnispfad bei Goddelau geschrieben. Gefunden hatte sie das Thema nach einer Exkursion mit dem Riedstädter Umweltamtsleiter Hans-Jürgen Unger. Das Projekt wurde vom Agendabüro der Gemeinde und vom Parlament aufgegriffen und wird nun vom Land Hessen mit einem Preis ausgezeichnet, den Umweltminister Wilhelm Dietzel am Mittwoch (3.) in Wiesbaden überreicht. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert. Das teilt das Pressebüro der Gemeinde Riedstadt mit. Mit diesem Geld könnten über 50 Prozent der Kosten für das Anlegen des Pfades bestritten werden.
21 Stationen auf fünf Kilometern umfasst der Naturpfad, der im Osten Goddelaus am "alten Neckarbett" projektiert ist, nach den Vorstellungen Lautenbachs. Dort sollen Besucher den besonderen Charakter der Kulturlandschaft in der hessischen Rheinebene erkennen lernen. Allerdings gibt es nicht nur Lehrtafeln, sondern die Idee ist, die Naturbesonderheiten der Gegend auf spielerische Art und Weise darzustellen. So sind zum Beispiel ein Duftrondell oder ein Spiegelkasten vorgesehen.
Zu dem nun ausgezeichneten Projekt gehört die Beteiligung mehrerer Gruppen und Institutionen, informiert die Gemeinde. So sollen nach Möglichkeit Vertreter von Naturschutzverbänden, der Landwirtschaft, der Jagdgenossenschaft, der Agendagruppen, von Vereinen und vor allem Schüler der Martin-Niemöller-Schule für die Sache (und spätere Pflege des Erlebnispfads) gewonnen werden. Je mehr Menschen aus Riedstadt daran beteiligt sind, desto größer sei später die Akzeptanz, erwarten die Planer.
Das Areal des alten Neckarbettes (Rheinrandflusses) auf Riedstädter Gemarkung steht zum Teil seit mehr als 20 Jahren unter Naturschutz. Ein weiterer Teil wird landwirtschaftlich genutzt. Der Landschaftsplan der Gemeinde weise dem Altneckarbett oberste Priorität beim Biotop- und Artenschutz zu und empfehle daher eine Extensivierung weiterer Flächen.
Darmstädter Echo, 02.07.2002
