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Fragebögen verschickt

Wassermanagement: Agendagruppe will Überblick über Zustand des Grabensystems

RIEDSTADT. "Wo treten in Riedstadts Gemarkung durch das hochstehende Grundwasser Vernässungen auf? Wo sind Durchlässe oder Schließen defekt oder entfernt worden? Welche Folgeschäden ergeben sich?" Diese und ähnliche Fragen richtet die Agendaprojektgruppe "Wassermanagement in Riedstadt" demnächst an Landwirte, Förster und Umweltverbände. Sie will einen Gesamtüberblick über die feuchtigkeitsbedingten Flurveränderungen und über den Zustand des Grabensystems im Ried bekommen, um danach für ein Wassermanagement (für feuchte und trockene Jahre) Handlungsanweisungen vorzuschlagen.

Die Agendagruppe, in der auch Landwirte, eine Wasserbauingenieurin, Vertreter des Entwässerungsverbandes und Ornithologen mitarbeiten, diskutierte in ihrer Sitzung die entsprechenden Fragebögen. Sie will über die Erhebung des Ist-Zustandes auch Hinweise bekommen, wo sich in den zurückliegenden Trockenjahren durch Austrocknung der Torfschichten im "Alt-Neckarbett" das Gelände großflächig gesetzt hat. Als Folge haben dort die Entwässerungsgräben ihre Fließrichtung geändert und dadurch ihre Funktion verloren.

Ergänzt durch eine topografische Karte, werden die Fragebögen in den nächsten Tagen verschickt. Die Adressaten - etwa Ortslandwirte und Bauernverbandsvorsitzende - werden gebeten, bis zum 16. Juni die ausgefüllten Bögen an das Riedstädter Umweltamt zurückzusenden.

In der nächsten Sitzung der Projektgruppe am 4. Juli um 19.30 Uhr im Umweltamt (Stahlbaustraße 4) soll die Erhebung diskutiert werden. Die Projektgruppe sei nach wie vor für weitere Interessierte offen, betonte Hans-Jürgen Unger vom Agendabüro.

Darmstädter Echo, 18.05.2002