Erster Platz für Riedstadt
Landeswettbewerb: "1000 helfende Hände" einziger prämierter Beitrag Südhessens zu "familienfreundlicher Kommune"
Riedstadt ist am Mittwochvormittag im hessenweit ausgeschriebenen Wettbewerb "Familienfreundliche Kommune" mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden, berichtete Erika Zettel "überglücklich" aus dem Hessischen Landtag.
"1000 helfende Hände" heißt das Projekt, das eine Jury von Land und gemeinnütziger Hertie-Stiftung unter 45 Vorschlägen von 20 Teilnehmern - darunter Griesheim, Weiterstadt, Pfungstadt und der Kreis Darmstadt-Dieburg - als Sieger auswählte. Es geht darin um die Vernetzung ehrenamtlicher Arbeit in einem Pool.
Sozialministerin Silke Lautenschläger erklärte: "Wir zeichnen die Kommunen aus, die besonders zukunftsgerichtete, innovative, partizipative und machbare Ideen eingereicht haben." Zugleich mit der Belobigungsurkunde überreichte sie auch einen Scheck über 2500 Euro. Zudem wird die Realisierung der Riedstädter Projektidee durch Moderation, Fachberatung und Schulungen unterstützt. Neben Riedstadt wurden am Mittwoch vier weitere Preisträgerkommunen vorgestellt: Wettenberg (Landkreis Gießen), Bad Zwesten (Schwalm-Eder-Kreis), Kaufungen (Landkreis Kassel) und Hammersbach (Main-Kinzig-Kreis).
Mit ihren Beiträgen hätten die Kommunen gezeigt, "dass man auch in Zeiten einer angespannten Haushaltslage das Thema Familienfreundlichkeit nicht von der Agenda streichen muss", betonte Marlies Mosiek-Urbahn als Sprecherin der Hertie-Stiftung.
Das Sozialministerium stellt für den Landeswettbewerb in diesem Jahr rund 50 000 Euro zur Verfügung, die Stiftung fördert ihn mit rund 150 000 Euro.
Nach der Preisverleihung am Vormittag nahmen die sieben Riedstädter Projektaktiven nachmittags an Arbeitssitzungen teil, bei denen Mitbewerber ihre Ideen vorstellten. Die Gruppe kommt am Mittwoch (20.) um 20 Uhr zur nächsten Arbeitssitzung im Büchnerhaus zusammen.
Darmstädter Echo, 07.02.2002
