Von Sparlampen, Öl und Öko-Wein
Erfelder Öko-Markt mit umfassendem Informationsangebot
Spielkreise für behinderte und nichtbehinderte Kinder stellte die Behindertenberatung des Kreisgesundheitsamtes am Donnerstag in Erfelden auf dem Riedstädter "Öko-Markt und Agenda-Fest" der Öffentlichkeit vor. An diesem Stand - einer von etwa 30 - konnten sich die Besucher auch über die Selbsthilfegruppe von Eltern hörgeschädigter Kinder (Unerhört) informieren (weitere Information: 06152/98 96 90).
Unter einem anderen Sonnenschutzdach demonstrierte das Überlandwerk Groß-Gerau, wie mit Sparlampen Energie gespart werden kann: Im Vergleich mit der herkömmlichen 100-Watt-Glühbirne verbraucht diese Sparlampe bei etwa gleicher Lichtabstrahlung nur 20 Watt. Dies bedeutet auf die Lebensdauer dieses modernen Lichtspenders bezogen etwa 200 Mark Stromkosten Einsparung oder umgerechnet 150 Liter Heizöl, erläuterte Jürgen Rauschkolb.
Auch die Riedstädter Agendagruppen zeigten plakativ Teile ihrer Arbeitsergebnisse: Am Energietisch war ein PC-Programm aktiv, mit dessen Hilfe Eigenheimbesitzer sich für ihr Häuschen Energiesparmaßnahmen ausrechnen lassen konnten.
Selbst die Univeristät Gießen war auf dem Öko-Markt vertreten. Der Fachbereich Agrarwissenschaften/Landschaftsökologie informierte über das Projekt "Stromtalwiesen": In der Erfelder Gemarkung zwischen Bruderlöcher, Großes Michelried/Kammerhof sollen teils vor und teils hinter dem Winterdeich vorhandene Wiesen künftig behutsamer bearbeitet werden. Ziel der Maßnahme ist, die dort vorhandenen Stromtalwiesen-Inseln zu verbinden, um durch diese Vernetzung gefährdete Pflanzengemeinschaften zu schützen.
Mit Blick auf die Entwicklung Riedstadts informierte die Agendagruppe "Siedlungsentwicklung und Verkehr" über Verkehrsprobleme und den öffentlichen Personennahverkehr: Fotos von Verkehrsknackpunkten im Ort und erläuterende Texte standen für die Besucher im Blickpunkt.
Das vielseitige Informationsangebot des Marktes reichte vom selbst gebrauten Bier über selbst gezogene Pflanzen, Naturtextilien, ökologische Baumaterialien, Vollkornkost, Öko-Wein bis zu kaltgepresstem Öl für Speisen und zur Körperpflege.
Zur Unterhaltung der Gäste, für die auch Bänke und Tische unter schattenspendenen Bäumen aufgestellt waren, spielte das Gitarrenduo "Medicine"; die Kinder versammelten sich zu mehr als hundert um den Zauberer Zinnobro.
Mehr Infos dazu unter: umweltamt.riedstadt@t-online.de. www.uni-giessen.de/stromtalwiesen
Darmstädter Echo, 26.05.2001
