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Forderung nach Retentionsraum

"Außenrum" diskutiert über Hochwasserschutz und Renaturierung

RIEDSTADT (hhh). Die Stellungnahme zum Landschaftsplan der Gemeinde, besonders zum Hochwasserschutz, war zentrales Thema in der jüngsten Sitzung der Agenda-Gruppe "Außenrum" (AG), berichtet Moderatorin Elke Müller-Volg.

In zurückliegender Zeit sei ein erweiterter Hochwasserschutz für die rheinabwärts liegenden Städte - durch einen großen Polder in Südhessen - häufig nur pauschal zurückgewiesen worden. Als Gründe wurden die Beeinträchtigung der Landwirtschaft und mögliches Druckwasser bis in den Ortsbereich Leeheims vorgebracht.

Die AG habe jetzt versucht, differenziert dazu Stellung zu nehmen. Sie habe mögliche Folgen für die Landwirtschaft diskutiert wie auch über den Zustand und die Funktion der Winter- und Sommerdeiche gesprochen. Aus dem Selbstverständnis der AG heraus sei auch über die Entsiegelung von Flächen in den Ansiedlungen wie auch über die Renaturierung von Fließgewässern als wirkungsvollem Hochwasserschutz geredet worden. Die Arbeitsgruppe habe Bedingungen formulieren wollen, die mit den Forderungen nach zusätzlichen Retentionsflächen verknüpft werden sollten. "Die Entwässerung der landseits gelegenen Flächen muss in jedem Fall in vollem Umfang gewährleistet sein", könnte eine Bedingung sein. Schäden, die der Landwirtschaft und den Grundstückseigentümern durch den Hochwasserschutz entstehen, müssen in vollem Umfang ersetzt werden", so ein weiterer Vorschlag.

In der nächsten AG-Sitzung am Mittwoch (13.) um 19.30 Uhr im Rathaus Crumstadt soll das Thema erneut aufgegriffen werden. Zudem will die AG über den Abschnitt "Wasserhaushalt" des Landschaftsplans diskutieren: Etwa über die Dichte der Bebauung in neuen Wohngebieten, die Schaffung von Dorfbiotopen, über Kiesabbau, Renaturierung wie auch über Absenkungstrichter hervorgerufen durch die Pumpstationen der Wasserwerke.

Darmstädter Echo, 06.09.2000