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Entwicklungsperspektiven für die Landwirtschaft

Agendagruppe plant weiteres Vorgehen

RIEDSTADT (hhh). "Unterm Strich ist es eine gelungene Aktion." Ruth Kupper meinte damit in der Arbeitssitzung der Agenda-Arbeitsgruppe (AG) "Entwicklungsperspektiven für die Landwirtschaft" den Grünen Pfad in Wolfskehlen. Die AG diskutierte am Donnerstag auch über die Auftaktveranstaltung am 28. Mai (wir berichteten). Der Grüne Pfad, der in Wolfskehlen an der Maschinenhalle beginnt, bleibt bis zur Getreideernte (Anfang Juli) voll beschildert; danach werden einige erläuternde Tafeln an den Rändern der Getreidefelder entfernt.

In der Rückschau wurde der gute Zuspruch der Kindergärten und Schulen hervorgehoben sowie die Kombination der Auftaktveranstaltung mit einer Modenschau der Landfrauen. Die Schulkinder seien auf den Rundgang gut vorbereitet gewesen. Für vergleichbare Demonstrationspfade schlug die AG vor, den Gesamtweg kürzer zu wählen und die erläuternden Texte auf den Tafeln plakativer zu gestalten. Generell hätten die Führungen gezeigt, das die Erwachsenen häufig vorgefasste Ansichten vertreten hätten, die in der kurzen Zeit nicht ausdiskutiert werden konnten - "die Kinder waren schneller zu begeistern."

Informationen zum Grünen Pfad erteilen in Wolfskehlen: "Obst und Gemüse Wagner", Telefon 06158/73136, und "Hoflädchen Roth", Telefon 06158/975493.

Abschließend diskutierte die AG das Ergebnis der Agenda-Zukunftskonferenz vom Mai und verständigte sich dabei auf weitere Ziele: nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen, Förderung des ökologischen Landbaus, Verbesserung der Wasserqualität und Stärkun der lokalen Landwirtschaft. Ebenfalls soll der Erhalt der natürlichen Bodenfunktion ein Oberziel in der Riedstädter Agenda werden.

Insgesamt und abschließend werden diese Ziele am 23. September beschlossen.

Über die Zukunft der AG, deren Aktionen im Herbst programmgemäß auslaufen, wollen die mitarbeitenden Landwirte in der nächsten Sitzung, am 14. September um 20 Uhr im Riedstädter Umweltamt, entscheiden. Falls eine weitere Moderation finanziell abgesichert wird, würden neue Themen angepackt. Alternativ könnte sich in Riedstadt auch ein Runder Tisch gründen, an dem sich die Landwirte, die Gastronomie, die Lebensmittelläden und Metzger zusammenfinden, um ähnlich wie im Odenwaldkreis zu organisieren, dass regional erzeugte Produkte verstärkt angeboten werden. Einen Vortrag zu diesem Thema hält, wie berichtet, Thomas Disser von der Interessengemeinschaft Odenwald am Mittwoch (14.) um 20 Uhr in der ehemaligen Erfelder Synagoge.

Darmstädter Echo, 13.06.2000