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Leitlinien und Ziele formulieren

Unger erläutert Programm für den Zukunftsworkshop "Lokale Agenda"

RIEDSTADT (hhh). Etwa hundert Einladungen habe die Gemeinde Riedstadt verschickt für den "Zukunftsworkshop Lokale Agenda 21 für Riedstadt" am 24./25. März in der Goddelauer Martin-Niemöller-Schule (Musisches Zentrum), berichtete Hans-Jürgen Unger vom Agenda-Büro im Koordinationsausschuss am Dienstag. Das Gremium bereitete diese Arbeitstagung vor.

Was ist das zukunftsfähige Leitbild für Riedstadt? Wie kann die Lokale Agenda zum Handlungsprogramm werden? Dies sind zwei mögliche Grundsatzfragen, mit denen sich die Riedstädter am 24./25. März auseinander setzen sollen; die Einladungen seien deshalb nicht nur an die Agenda-Gruppen gegangen, sondern an "eine große Bandbreite Riedstädter Personen, Institutionen, Gruppen und Vereine", erklärte Unger. Weitere Interessenten könnten sich bis Freitag (10.) mit ihm in Verbindung setzen unter Telefon 06158/181-701.

Arbeitsbasis für die Wochenend-Arbeitstagung sind die Ergebnisse der Agenda-Gruppen wie auch die sozial tätiger Gruppen, etwa Stiftung soziale Gemeinschaft, Schulkindbetreuung, Hospizgruppe. Die Organisatoren haben zudem die Agenda-Arbeit verschiedener Kommunen aufbereitet, wie auch Material, das sich originär auf die UNO-Konferenz von Rio im Jahr 1992 stützt, besonders "die Agenda der Kommunen" und die Charta von Aalborg, erläuterte Unger.

Die Zusammenkunft wird von der Technischen Universität Darmstadt und dem Agenda-Büro organisiert und moderiert. Am Freitag (24.) ab 17 Uhr soll das bisher Erarbeitete präsentiert werden. Etwa ab 19 Uhr sei geplant, in Gruppenarbeit ein Leitbild und allgemeine Ziele zu formulieren. Die Schlussrunde beginnt um 20.45 Uhr und soll gegen 21 Uhr beendet sein. Der Samstag (25.) beginnt um 9 Uhr mit Präsentation und Diskussion der Leitbild-Entwürfe; bis etwa 11 Uhr soll dann die Formulierung stehen. Danach werden bis zur Mittagspause in Gruppen Handlungsfelder diskutiert. Ab 13 Uhr sollen daraus dann wiederum Leitlinien und Ziele entstehen, die gegen 15.30 Uhr präsentiert werden. Gegen 17 Uhr beginnt die Abschlussdiskussion.

In der Koordinationsrunde am Dienstag unterstrichen die Workshop-Moderatoren Dr. Michael Deneke, Ulrich Gehrlein, Frank Binnewies und Ruth Kupper die Notwendigkeit der geplanten Grundlagendiskussion: Für Deneke ist ein "wechselseitiger Prozess" zwischen "praktischer Gruppenarbeit am konkreten Objekt" und den eher theoretischen Zielen und Leitbilder notwendig, um zu einer in sich schlüssigen Agenda zu kommen.

Darmstädter Echo, 02.03.2000