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Riedstadt will bis Jahresende seine erste Agenda aufstellen

Koordinationskreis plant zunächst einen Zukunftsworkshop

RIEDSTADT (hhh). Bis zum Jahresende soll die erste Lokale Agenda für Riedstadt verabschiedet werden; dies war Tenor im Agenda-Koordinationskreis am Dienstag. In diesem Gremium - moderiert vom Zentrum für Interdisziplinäre Technikforschung (ZIT) - verständigten sich Vertreter sämtlicher Agenda-Arbeitsgruppen (AG), Mitglieder der Parlamentsfraktionen und der Bürgermeister über mögliche Verfahrensschritte einer künftigen Entwicklung der Gemeinde. In der Sitzung stand das Jahresprogramm auf der Tagesordnung.

Seit mehr als zwei Jahren haben die AG Ideen zusammengetragen, Handlungskonzepte erarbeitet oder auch Aktionen organisiert; all dies solle nun in einen Gesamtrahmen eingefügt werden, begründete Moderator Ulrich Gehrlein den für den 18./19. März geplanten "Zukunftsworkshop Agenda Riedstadt".

An diesem Arbeitswochenende sollen Leitbilder, Leitlinien und Indikatoren für diesen Zielkatalog erarbeitet werden. Ebenso ein Handlungsprogramm, das Aussagen mache, wie Kommune und Bürger durch eigenständiges Engagement zu einer nachhaltigen Entwicklung Riedstadts beitragen können.

Dass die zukunftsfähige Entwicklung Riedstadts auch mit Anspruchsverzicht des Einzelnen einhergehen könne, wurde am Dienstag erwähnt. Um einen gesamtgesellschaftlichen Konsens über die Ziele einer Lokalen Agenda zu finden, sollen zu dem Zukunftsworkshop auch Politiker und Interessengruppen eingeladen werden. Zwei bis drei Monate später soll Interessierten, die nicht am Workshop teilnehmen konnten, eine weitere Diskussionsmöglichkeit gegeben werden. Dabei könnten die Themen vertieft werden.

Neben diesen Basiszusammenkünften will der Koordinationskreis eine Vortrags- und Diskussionsreihe anbieten: "Was ist Nachhaltigkeit?" oder "Warum ist die Reduzierung von Kohlendioxid so wichtig?" könnten Themen sein, ebenso ein Referat über "Das Neckarbett in Riedstadt", in dem zusammenfassend über Wasser, Flora und Fauna referiert werde. Auch biete sich an, über Eigeninteresse, Verantwortung und Demokratie zu sprechen. Als Ergebnis der AG "Energietisch" könnte diese Gruppe über Erkenntnisse beim Haus-Umbau berichten.

Um die Arbeit der sechs Agendagruppen in Riedstadt besser bekannt zu machen, werden sich die AGs in Verbindung mit dem Öko-Fest am 1. Juni (Himmelfahrt) vorstellen. Zudem will das ZIT die Agendaarbeit im Internet breiter präsentieren. An die Politiker ging die Bitte, Agenda-Paten zu werden. Auch sollten die AG Zwischenergebnisse schnell weitergeben. Durch frühzeitigen Gedankenaustausch könnten Konflikte vermieden werden.

Darmstädter Echo, 14.01.2000