Zum eigentlichen Inhalt | globale Navigation | rubrikbezogene Navigation
Tastaturkürzel | Sitemap |

Weniger Energie verbraucht

Umwelterklärung: Riedstadt lässt sich beim Öko-Audit regelmäßig überprüfen ? Blick auf Rathaus, Bauhof, Kläranlage

RIEDSTADT (tau). "Ziel ist, sich kontinuierlich zu verbessern. Manchmal schafft man es, manchmal zerschlägt sich ein Plan, weil er technisch nicht machbar ist - aber das ist nur selten der Fall." Dies sagt Hans-Jürgen Unger vom Riedstädter Umweltamt im Zusammenhang mit dem kommunalen Öko-Audit, dem sich die Gemeinde seit Mai 1999 unterzieht. Es ist Teil des lokalen Agendaprozesses.

Im Bauhof, in der Zentralkläranlage und im Rathaus bemüht sich Riedstadt bereits knapp sechs Jahre darum, den Energieverbrauch zu senken. Dies ist auch gelungen, wie die Verbrauchsdaten zeigten, die sich in den regelmäßig vorgelegten Umwelterklärungen finden. Die Erklärung für 2003 hatte den Riedstädter Parlamentariern im vergangenen Herbst vorgelegen.

Jedes Jahr muss sich die Gemeinde einer Prüfung unterziehen; ein Umweltgutachter aus Frankfurt ist damit beauftragt, sagt Unger. Vor kurzem war wieder eine solche interne Prüfung, auf die die Gemeinde gut vorbereitet gewesen sei. Die Ergebnisse werden sich im Umweltbericht 2004 wiederfinden, den zunächst der Gemeindevorstand erhält und der dann - diesmal in einer verkürzten Fassung von drei, vier Seiten - als Umwelterklärung 2004 veröffentlicht wird.

Umweltamtsleiter Unger nennt einige Beispiele, um das Voranschreiten beim Energiesparen zu verdeutlichen. So habe sich der Heizenergieverbrauch pro Quadratmeter im Rathaus seit dem ersten Bezugsjahr 1999 von 297 Kilowattstunden (kWh) auf 90 kWh im Jahr 2003 verringert. Dies habe auch schon mit dem Rathausneubau- und der Modernisierung des Altbaus zu tun. Die Kohlendioxid-Emissionen seien im selben Zeitraum von 83 Kilogramm pro Quadratmeter und Jahr auf 17 Kilogramm gesunken. Auch die Emission von Stickoxiden, Schwefeldioxid und Kohlenwasserstoffen sei zwischen 15 und 60 Prozent reduziert worden.

Analog gebe es Erfolge aus dem Bauhof und von der Kläranlage zu melden. Im Umweltprogramm (das alle drei Jahre erneuert wird) für den Bauhof sei es zum Beispiel um die Aspekte Arbeitssicherheit, Abfalltrennung, Emissionsreduzierung oder Minderung des Wasserverbrauchs gegangen. In der Kläranlage stand ebenfalls die Minderung des Energieverbrauchs im Mittelpunkt (zum Beispiel Strom und Wasser), außerdem die bessere Reinigungsqualität. Das nächste Umweltprogramm soll es in zwei Jahren geben; allerdings könne das aktuelle von 2003 auch noch ergänzt werden, so Unger.

Ein Nahziel sei, durch den Betrieb eines Miniblockheizkraftwerks im Rathaus in Goddelau nicht nur mit Gas zu heizen, sondern dabei auch Strom zu produzieren.

Darmstädter Echo, 03.01.2005