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Kultursponsoring für guten Ruf

Förderverein stellt Marketingkonzept fürs Büchnerhaus vor

RIEDSTADT (dirk). In seinem Amt als Vorsitzender des Fördervereins Büchnerhaus hat Riedstadts Bürgermeister, Gerald Kummer, im Sonderausschuss Wirtschaftsförderung über das Büchnerhaus-Vermarktungskonzept berichtet. Das Fachwerkgebäude in der Goddelauer Weidstraße 9 und das zum Anwesen gehörende Nebengebäude, ein ehemaliger Stall, sind von 1995 bis 1997 total saniert worden. Dabei habe der Förderverein breite öffentliche Unterstützung erfahren. Seit 1988 war das Anwesen im Gemeindeeigentum. Am 26. Oktober 1997 wurde das renovierte Geburtshaus Georg Büchners der Öffentlichkeit übergeben.

Seit einem Jahr ist dort eine Dauerausstellung über den Revolutionär, Dramatiker und Wissenschaftler eingerichtet. Wie Kummer weiter berichtete, betreibt der Förderverein mit Hilfe von Partnern professionelles Kultursponsoring: "Auf diese Weise ist die Dauerausstellung durch Spenden nahezu finanziert."

Wichtiger Teil dieses Konzepts sind Marketingaktivitäten. So hat es im vergangenen Jahr Lesungen von sechs Büchnerpreisträgern gegeben - darunter Günther Grass, der in diesem Jahr den Nobelpreis für Literatur bekommen hat. Diese Veranstaltungsreihe, so Kummer, sei nicht nur finanziell erfolgreich, sondern auch ein enormer Imagegewinn gewesen. Denn dadurch sei das Büchnerhaus im gesamten Bundesgebiet bekannt geworden.

In dem Fachwerkhaus ist auch eine Bibliothek eingerichtet, die Literatur über Georg Büchner, Schriften seiner Geschwister und Freunde, Erstausgaben seiner Werke sowie von Künstlern gestaltete Sonderausgaben sammelt. Im Hof und im Nebengebäude werden Kunstausstellungen, Theateraufführungen, Lesungen und Konzerte veranstaltet. Auch heiraten kann man im Büchnerhaus: Die Trauungen im Seitengebäude hätten den Nebeneffekt, so Kummer, dass auch auswärtige Besucher kämen - und ihre Eindrücke vom Büchnerhaus und von Riedstadt in ihre Heimatorte trügen. Kürzlich sei gar eine Hochzeitsgesellschaft aus München zu Gast gewesen.

Für wertvoll hält Kummer auch die personelle Verflechtung zwischen Förderverein und Gemeinde. Das Kulturamt, dessen Leiterin Inge Schmidt Geschäftsführerin des Vereins ist, hat seinen Sitz im ersten Stock des Nebengebäudes. Dadurch sei es möglich, nach Absprache a

Darmstädter Echo, 27.10.1999