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Energieverbrauch durchweg zu hoch

Öko-Check: Ergebnisse der Untersuchung von Sportanlagen in Riedstadt liegen nun zusammengefasst vor

RIEDSTADT (tau). Der Landessportbund hat ein Umwelt- und Sportberatungsprogramm für Kommunen aufgelegt, das im vergangenen Sommer auch die Gemeinde Riedstadt nutzte. Den so genannten Öko-Check gab es in verschiedenen Hallen der Gemeinde und auf den Sportplätzen, wobei auch das Riedstädter Umweltamt beteiligt war. Ziel ist, den Wasser- und Energieverbrauch der Sportanlagen mittelfristig zu senken. Unterstützt wird der Landessportbund bei dieser Aktion durch den Umweltfonds der Fraport AG.

Der Immobilienbetrieb der Gemeinde hat inzwischen die umfangreichen Ergebnisse der Begehungen im Juni 2004 sortiert und ausgewertet. Der Bericht lag dem Gemeindevorstand in der vergangenen Woche zur Kenntnisnahme vor und wird in der Parlamentssitzung am 24. Juni behandelt, informiert das Pressebüro der Gemeinde. Nach den Sommerferien ist eine Informationsveranstaltung für die Nutzer der Sportstätten geplant, um durch Verhaltensänderungen künftig Wasser und Energie zu sparen. Denn, so das Fazit des Öko-Checks, "der Energie- und Wasserverbrauch aller Sportanlagen ist als zu hoch zu bewerten".

Für die Jahre 2006 bis 2009 sind zudem technische und organisatorische Maßnahmen geplant, um den Verbrauch zu senken. So soll die Dokumentation der Verbräuche verbessert werden, die Vereine sollten je einen Umweltbeauftragten als Ansprechpartner für die Verwaltung benennen, lauten zwei Vorschläge.

In der Großsporthalle Erfelden sind Solaranlage und Warmwasserbereitung überdimensioniert, lautet ein Ergebnis der Untersuchung. Die Heizungsanlage erfülle derzeit nicht die Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes. Daher sei ein neues Heizungskonzept nötig. Ähnliches gilt für die Sport- und Kulturhalle Leeheim. Dort sollen Heizung und Warmwasserbereitung noch dieses Jahr erneuert werden. In der Christoph-Bär-Halle steht an, den Warmwasserspeicher zu erneuern, bei den Sportplätzen in Leeheim, Wolfskehlen und Goddelau sollte die Warmwasserbereitung auf einen -speicher zusammengezogen werden.

An Waschtischarmaturen in den Wasch- und Toilettenräumen der Sportanlagen sollen "Durchfluss-Konstanthalter" eingebaut werden, sieht das Konzept vor. In der Leeheimer Sport- und Kulturhalle und am Sportplatz Goddelau sei eine Komplettsanierung der Duschräume dringend nötig. Einige Duschräume erforderten den Einbau einer feuchtigkeitsgesteuerten Belüftung. Damit solle noch 2005 begonnen werden.

Auch bei der Beleuchtung der Sportanlagen lasse sich Energie sparen: durch Bewegungsmelder, Energiesparleuchten (als Ersatz, wenn die bisherigen Lampen kaputt gehen) und vom Tageslicht abhängige Steuerung der Sporthallenbeleuchtung.

Wärmedämmung ist ein weiterer Aspekt des Öko-Checks, geht aus der Zusammenfassung hervor. In diesem Zusammenhang ist geplant, die Dächer am Sportplatz Goddelau und an der Kulturhalle in Leeheim rasch zu sanieren. Nächstes Jahr soll die Fassade des Sportplatzgebäudes in Leeheim gedämmt, der Sportlereingang der Christoph-Bär-Halle saniert werden.

Darmstädter Echo, 27.04.2005