Messungen in Riedstadt
Geothermie: Firma stellt ihr Erdwärmeprojekt vor - Sie untersucht mit speziellen Lkw, ob Energiegewinnung möglich wäre
Drei bulldozerähnliche Fahrzeuge bewegten sich in den vergangenen Tagen im Konvoi durch Riedstadts Gemarkung und hielten von Zeit zu Zeit an. Es waren tonnenschwere seismische Vibratoren, die alle drei synchron über spezielle Bodenplatten Frequenzen zwischen 25 und 250 Hertz ins Erdreich schickten.
Mehrere Meter entfernt davon waren empfindliche Messgeräte aufgebaut, die dann diese, aus dem Erdreich reflektierten Frequenzen wieder auffingen. Als Auswertung dieser reflektierten Frequenzen können daraus ein Bodenprofil erstellt, unterschiedliche Bodenschichten, Versetzungen und Risse ermittelt werden.
Die Firma Deutsche Montan Technologie, die diese Messungen durchführt, arbeitet im Auftrag der Karlsruher Firma Hot Rock (Heißer Stein). Es soll erkundet werden, wo es künftig lohnen könnte, über Bohrungen, die bis 3000 Meter in die Tiefe gehen, Thermalwasser zu fördern.
Dieses 120 bis 140 Grad heiße Wasser könnte dann Energie und Wärme für die Zivilisation fördern; der nördliche Oberrheingraben sei für diese geothermische Energiegewinnung besonders geeignet, hieß es am Mittwoch bei der Präsentation.
Die Firma Hot Rock stellte ihr Projekt im Philippshospital vor. Auch Bernd Abeln, Staatssekretär im Hessischen Wirtschaftsministerium, war dazu nach Riedstadt gekommen.
Darmstädter Echo, 27.04.2005
