Zum eigentlichen Inhalt | globale Navigation | rubrikbezogene Navigation
Tastaturkürzel | Sitemap |

Alternative für den Einkauf

Bringdienst: Arbeitsgruppe soll sich mit Modalitäten eines solchen Angebots befassen

RIEDSTADT (hhh). Zu einem informellen Treffen kamen am Sonntag im Hotel Riedstern Lebensmittelvermarkter aus Riedstadt zusammen, um über einen "Bringdienst" - für Kunden, die nicht mehr selbst Geschäfte aufsuchen können - zu beraten; die Riedstädter SPD hatte eingeladen.

In der Diskussionsrunde der 18 Teilnehmer saßen vier Ladenbesitzer aus Crumstadt (Lebensmittel), Leeheim (Gemüse, Metzgerei) und Wolfskehlen (Gemüse), Vertreter von Essen auf Rädern und der Stiftung Soziale Gemeinschaft, Vorstandsmitglieder der Gewerbevereine, der Bürgermeister und Vertreter der Riedstädter SPD und CDU. Prinzipiell stimmte die Runde dem Ansinnen zu, einen Bringdienst einzurichten.

Die anschießene Diskussion über die Modalitäten solch eines Angebots zeigte jedoch, dass die Vorstellungen über diese Dienstleistung sehr weit auseinander gehen. Um über die Kostenübernahme, das vorzuhaltende Warenangebot und die Ablauforganisation des Bringdienstes ausgiebig zu diskutieren, soll deshalb eine Arbeitsgruppe einberufen werden. Noch in dieser Woche will Patrick Fiederer (SPD) alle Riedstädter Lebensmittelgeschäfte und vergleichbare Vermarkter mit einem detaillierten Fragebogen anschreiben, um von ihnen ihre Bereitschaft zu erfahren, in dieser Arbeitsgruppe mitzuarbeiten. Dieser Fragebogen soll zugleich Ausgangsdaten für die künftige Gruppenarbeit liefern. Die erste Zusammenkunft ist für die zweite Julihälfte geplant, so Fiederer.

Da während dieser Zusammenkunft auch über den jüngst aus Goddelau angebotenen und, wie berichtet, wieder eingestellten Bringdienst und die Bemühungen über einen Erfelder Bürgerladen gesprochen wurde, fragte diese Zeitung bei der AG Bürgerladen nach: "Die AG Bürgerladen arbeitet weiter wie gehabt", hieß es von dort. Die Grundstücksfrage sei schwierig - "aber wir stehen in konkreten Verhandlungen über einen Standort".

Sollte der Hätty-Markt reaktiviert werden (geplanter Grundstückskauf durch die Gemeinde), "würde die AG das begrüßen und unterstützen", sagt Willi Bohnenkamp, Vorsitzender des Erfelder Gewerbevereins.

Darmstädter Echo, 21.06.2005