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Jugendbeirat als Fernziel

Agenda-Koordinationskreis: Termin- und Projektplanung stehen im Mittelpunkt der ersten Sitzung in diesem Jahr

RIEDSTADT. Der Agendakoordinationskreis, in dem Bürger und Politiker den Riedstädter Agendaprozess gemeinsam koordinieren wollen, schrumpft zunehmend zu einer Politikerrunde; die Bürger haben sich mehr und mehr zurückgezogen. Auch am Dienstag, beim jüngsten Koordinationstreffen, saßen sechs Politiker und der Schulleiter der Martin-Niemöller-Schule dem einladenden Agendabüro mit Moderatorin Judith Elbe (TU Darmstadt) gegenüber.

Die konkretesten Beschlüsse des Abends waren die künftigen Termine der Koordinationsrunde: am 4. Mai, 31. August und 23. November, jeweils dienstags um 19 Uhr im Rathaus Goddelau. Schon weniger konkret waren die Projektabsprachen für 2004: "An Jugendliche mehr Verantwortung delegieren", lautet eine der zahlreichen Forderungen aus der Riedstädter Agenda, die umgesetzt werden sollten. Ab der zweiten Jahreshälfte 2004 soll sich nun das Riedstädter Jugendamt über die Umsetzungsmöglichkeiten Gedanken machen, die dann im Jahr 2005 zu einem "Jugendbeirat" führen könnten, sagte der Bürgermeister dazu.

Für die Umsetzung würden jedoch Haushaltsmittel benötigt. Zu einer weiteren Forderung aus der Agenda - "Spielplätze mit hoher Qualität und Vielfalt" - will sich die Martin-Niemöller-Schule Gedanken machen. In einem Projekt könnten sich Schüler äußern, was sie von einem Spielplatz erwarten, etwa am Beispiel des Platzes in der Goddelauer Akazienstraße.

Diese Vorschläge, die im Herbst 2004 vorliegen könnten, müssen danach von der Riedstädter Verwaltung abgesegnet und mit Finanzmitteln ausgestattet werden, erläuterte der Bürgermeister. Danach könnte das Bauamt den Auftrag für die Umgestaltung bekommen. Auch beim Thema "Vermeidung von Unfallgefahren auf Schulwegen" übernimmt die Martin-Niemöller-Schule die Initiative. Im Frühjahr will sie mit anderen Riedstädter Schulen nach Lösungsansätzen suchen. Eine Möglichkeit: Gelbe Fußstapfen auf die Fußwege malen, die den Schulweg markieren. Moderatorin Judith Elbe, zugleich Kontaktperson zur TU Darmstadt, signalisierte, dass sich voraussichtlich Studenten in zwei Projektseminaren über Riedstädter Themen Gedanken machen: über das geplante Technologie- und Gründerzentrum und im zweiten Seminar über "Natur- und Kulturerlebnis in Riedstadt".

Da die Energieberatung, die Riedstadt gemeinsam mit der Verbraucherzentrale anbietet, gut ankommt (rund 100 Beratungsgespräche im vergangenen Jahr), plant das Agendabüro im Sommer eine Ausstellung zu dem Thema "Energiesparen im Haus". Auch Fachvorträge dazu sollen gehalten werden, sagte Hans-Jürgen Unger vom Agendabüro.

Weitere Information zur Agendaarbeit gibt es telefonisch beim Agendabüro unter der Nummer 06158 181701.

Darmstädter Echo, 05.02.2004