Prioritäten setzen
Lokale Agenda: Koordinationskreis will mittelfristige Ziele festlegen - Fragebogenaktion
Der Agenda-Koordinationskreis hat sich vorgenommen, mittelfristige Perspektiven für den Prozess der Lokalen Agenda zu entwickeln. Der Moderator der Runde, Ulrich Gehrlein (TU Darmstadt), erklärte nach der jüngsten Sitzung in dieser Woche, die wichtigsten fünf bis sieben Ziele für die nächsten zwei, drei Jahre sollten festgesetzt werden.
Zu diesem Zweck war für Mitte Juni ursprünglich ein "Boxenstopp"-Workshop geplant gewesen, der jedoch wegen geringer Anmeldezahl abgesagt wurde. Nun kümmere sich der Koordinationskreis darum. Ihm gehören rund 25 Mitglieder an. Sie rekrutieren sich aus den politischen Kreisen der Gemeinde (Ausschussvorsitzende, Bürgermeister, Beigeordneter), aus der Verwaltung und aus den Agendagruppen. Auch Vertreter von Kirchen und Vereinen seien zur Mitarbeit eingeladen, sagt Gehrlein. Bis zur nächsten Sitzung des Koordinationskreises Anfang September wollen das Riedstädter Agendabüro und die in die Agendaarbeit einbezogenen Mitarbeiter der Technischen Universität Darmstadt Vorarbeit leisten.
Die besteht daraus, zum einen die vorgeschlagenen Indikatoren auszuwerten, mit deren Hilfe überprüft werden kann, ob die Agendaziele erreicht werden. Zum zweiten sollen die Antworten auf Fragebogen analysiert werden, die das Agendabüro an rund 150 Vertreter von Verbänden und Gruppen geschickt hatten; allerdings seien bisher zu wenig Bögen zurückgesandt worden. Von den Antworten darauf erhofft sich das Büro wie der Koordinationskreis Hinweis darauf, welche der in der Lokalen Agenda Riedstadt beschriebenen Ziele Priorität bekommen sollen.
Bei der Entscheidung darüber sei zu berücksichtigen, dass die finanziellen Ressourcen der Gemeinde ebenso begrenzt sind wie Zeit und Kraft der im Agendaprozess Aktiven.
Darmstädter Echo, 03.07.2003
